Verzugszinsen eingefordert: Invest mit einer Baustelle raus
Praxisinterview: Michael Mohr Dachbau
„… das war die beste Investition, die wir wirklich seit Langem getätigt haben …“
Michael Mohr, Geschäftsführer
In diesem Praxisinterview sprechen wir mit Michael Mohr (Dachdecker und Zimmerei, 30 Mitarbeitende) über den Digitalen Baujuristen.
Michael erzählt, wie der Baujurist Verzugszinsen gegenüber einem öffentlichen Auftraggeber berechnet und das Schreiben vorbereitet hat und wie ein Bauvertrag über knapp eine Million Euro zu rund 90 % nachverhandelt wurde.

Interview als Text lesen (6:40 Min.)
Michael Mohr: Mein Name ist Michael Mohr. Wir kommen aus Rheinbreitbach, das ist in der Nähe von Bonn, und sind ein Dachdecker- und Zimmereibetrieb mit 30 Mitarbeitern. Von Vicora haben wir den Digitalen Baujuristen bei uns im Einsatz.
Michael Mohr: Ich war am Anfang, das gebe ich ehrlich zu, wie viele skeptisch: Ist das überhaupt was? Und der Digitale Baujurist – das sage ich jetzt nicht, weil ich darum gebeten wurde, sondern weil ich es einfach so fühle – das war die beste Investition, die wir wirklich seit Langem getätigt haben.
Michael Mohr: Im Handwerk haben wir oft weder das juristische Wissen noch immer die Zeit, alles zu prüfen und, wenn wir irgendwas bekommen, darauf zu antworten. Ich nenne euch mal ein aktuelles Beispiel: Wir haben für einen großen öffentlichen Auftraggeber gearbeitet, und dieser hatte Probleme, unsere Rechnung zu begleichen. Daraufhin haben wir den Digitalen Baujuristen dazugenommen, und der hat uns geholfen: Welche Rechte und Pflichten haben wir überhaupt? Was kann uns passieren? Wie ist das mit Kündigungen, können wir kündigen?
Michael Mohr: Aber das Allerwichtigste an der ganzen Sache sind die Verzugszinsen. Ich mache das jetzt 30 Jahre und habe über das Thema Verzugszinsen selbstverständlich mal was gehört, aber nie darüber nachgedacht, dass ich das jemandem in Rechnung stellen kann. Nicht, weil ich es nicht wollte, sondern weil ich gar nicht wusste, wie ich es mache. Der Digitale Baujurist hat uns quasi an die Hand genommen, ohne dass wir viel machen mussten, und hat uns den Weg gezeigt, wie das Schreiben erstellt wird. Er hat uns auf Heller und Cent ausgerechnet, was uns zusteht, und das Ganze so toll in einem Schreiben aufbereitet, dass wir es unserem öffentlichen Auftraggeber gegeben haben. Wir haben, ich glaube, 3.000 oder 4.000 Euro Verzugszinsen für dieses Bauvorhaben bekommen. Damit hat sich das Invest für den Digitalen Baujuristen allein bei dieser Baustelle mit dieser einen Maßnahme schon wieder refinanziert.
Michael Mohr: Wir machen viel mit dem Digitalen Baujuristen. Wenn etwas kommt und ich mir unsicher bin, kommt das da rein, und ich frage ihn. Wir haben letztens für einen Auftrag von fast einer Million einen Bauvertrag zugeschickt bekommen. Ich mache das jetzt schon 30 Jahre, und man hat im Laufe der Zeit so eine – ich nenne das immer – juristische Bauernschläue für sich entdeckt oder meint, sie zu haben. Den Vertrag hätte ich vorher blind unterschrieben. Einfach so: habe keine Zeit, kenne mich nicht aus, wird schon okay sein. Dann habe ich ihn per Drag & Drop in den Digitalen Baujuristen gelegt, ganz easy, und alles, was zurückkam, war: hohes Risiko. Er hat den Vertrag geprüft und zu jedem Punkt, der mit einem Risiko verbunden war, ein Beispiel genannt.
Michael Mohr: Das ist ein bisschen wie Tennis, man muss sich ab und zu den Ball ein bisschen hin und her spielen. Aber der Digitale Baujurist hilft einem, man muss da gar keine Kenntnisse haben. Am Anfang waren wir auch ein bisschen ängstlich. Aber das Endergebnis war: Wir haben den Vertrag, den wir von unserem Kunden bekommen haben, fast zu 90 Prozent geändert. Ich glaube nämlich, dass der Kunde auch nicht wusste, was er uns da geschickt hat. Das ist mal so von einem Juristen zusammengewürfelt worden. Anhand von Beispielen, die ich vom Digitalen Baujuristen erhalten habe, konnte ich ganz sauber aufzeigen, warum wir das so sehen. Ein Vertrag soll ja dazu dienen, auf Augenhöhe zu sein und sich zu vertragen. Der Kunde hat das mit seinem Juristen abgestimmt, und der Bauvertrag wurde eins zu eins so übernommen, wie wir das erarbeitet haben. Das bedeutet für mich: Ich habe weniger Stress, das Risiko ist um 90 Prozent gesunken, in irgendeine Falle zu tappen. Allein dadurch, dass der Werkvertrag jetzt vernünftig angepasst wurde, ist das Invest auch schon wieder raus.
Michael Mohr: Was auch noch ganz wichtig ist: Wenn man mit dem Digitalen Baujuristen arbeitet, lernt man unheimlich viel davon. Wenn die KI etwas schreibt, lesen wir uns das selbstverständlich durch, und dadurch, dass man sich damit befasst, lernt man dazu. Das macht auch Spaß, einfach mal zu gucken, was überhaupt geht.
Michael Mohr: Ich mache das gemeinsam mit meiner rechten Hand, Franz-Josef Menden, und der ist auch schwer begeistert von der Sache. Am Anfang mussten wir uns erst mal ein bisschen rantasten: Was bedeutet das überhaupt, Digitaler Baujurist? Wie gehe ich damit um, was muss ich tun, wie kommt das alles da rein? Wir sind ja nicht ganz unerfahren, was das Thema EDV angeht, aber eine Unsicherheit war definitiv da. Im Großen und Ganzen kannst du gar nichts verkehrt machen. Man kann nichts kaputt machen, und du kannst auch keine falschen Fragen stellen. Und wenn etwas ist, habe ich angerufen, und wir haben dann noch mal kurz ein Zoom-Meeting gemacht oder telefoniert. Man entdeckt auch immer wieder ein Update oder etwas Neues. Die Zusammenarbeit klappt super.




























